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Voraussetzungen zur Vermittlung der Viererkette

  • Bevor man bei der Viererkette noch an das Spielermaterial denkt, sollte man ein paar andere Punkte abklären, die nicht minder wichtig sind um das Projekt Viererkette starten zu können:

    • Know-How des Trainers:
      Wie schon einige Male erwähnt, ist es ohne die Fachkenntnis des Trainers nicht zu bewerkstelligen. Außerdem sollte der Trainer von dem System überzeugt sein, denn nur so kann er es der Mannschaft auch sinnvoll erklären und sie darin schulen. Mit Halbwissen durch die Welt zu laufen ist gefährlich, denn einerseits wird das System nur halb (oder falsch) erklärt nicht den gewünschten Erfolg bringen und andererseits wird es eventuell Spieler geben die schon einmal die Viererkette kennengelernt haben und so die mangelnde Fachkompetenz des Trainer bemerken könnten. In keinem der beiden angeführten Beispiele möchte ich in der Haut des Trainers stecken.
      Also sattelfestes Know-How zur Viererkette ist ohne Frage eines der wichtigsten Kriterien. Besitzt man diese nicht ist es besser die Finger davon zu lassen.
    • Theorievermittlung ist möglich:
      Der Großteil der Viererkette ist zwar der Arbeit am Platz gewidmet, trotzdem ist es zum besseren Verständnis sicherlich von Vorteil mit dem Spielern in einem “Lehrsaal” arbeiten zu können. Wobei der Begriff “Lehrsaal” von der Vereinskantine bis hin zur Kabine so ziemlich alles sein kann. Mit einem Taktikboard und ein paar Magneten findet man sicher das Auslangen. Wenn dann natürlich noch Flip-Chart, Beamer oder ähnliches Material zur Veranschaulichung vorhanden ist, dann umso besser.
      Neben all diesen Kriterien ist aber auch der Faktor Zeit ein ganz wichtiger. Vor dem Training oder nach dem Training ist dabei eigentlich peripher, wichtig ist dabei, dass die Spieler entspannt (ohne Zeitdruck oder diversen Ablenkungen) und konzentriert dem Vortrag des Trainers folgen können.
    • Praxisvermittlung ist möglich:
      Nicht nur für die Theorie braucht man Platz und Zeit, auch für die Vermittlung der Praxis. Wer glaubt die Viererkette funktioniert nach zwei Trainingseinheiten ohne Probleme, der irrt sich gewaltig. Sicherlich sind die Grundkenntnisse innerhalb weniger Trainingseinheiten erlernbar, trotzdem muss es immer wieder eine Weiterentwicklung und auch Auffrischungen geben um das Erlernte zu perfektionieren. Also benötigt man Trainingszeit, und davon nicht zu knapp.
      Weiters braucht man für die meisten Übungen auch einen halben Trainingsplatz. Anfangs genügt eventuell auch ein Viertel, jedoch ist es schon auch wichtig die Viererkette mit den großen Abmessungen eines Fußballplatzes zu trainieren und nicht nur als “Small-Size”-taktische Variante.
    • Spieler sind technisch gut ausgebildet:
      Es nutzt mir die beste Taktik nichts wenn meine Spieler dafür keinen geraden Pass auf fünf Meter schaffen. Es ist also die Aufgabe des Trainers abzuwiegen welchem Zeithorizont er dem taktischen Training zur Verfügung stellen will. Vor allem in den unteren Ligen mag es oft besser sein, auf die eine oder andere taktische Trainingseinheit zu verzichten und dafür im Gegenzug vermehrt Technik zu trainieren.

    Hiermit beende ich den Einleitungsteil und ab dem nächsten Artikel stürzen wir uns dann in die Theorie der Viererkette.

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